Bruno Labbadia – Ein Disaster erster Klasse

Also so langsam reicht es mir völlig, und ich bin jetzt wirklich richtig sauer. Und um das zu schaffen braucht es schon einiges, da ich eigentlich ein friedlicher Mensch bin. Aber was zu viel ist, ist zu viel.

Kein  Tag vergeht, an dem nicht irgendwelche negativen Dinge über unseren HSV in den Medien zu finden sind. Alles fing an, als wir in die Saison starteten, und Labbadia von sich gab das Frank Rost seine Karriere überall beenden kann, aber nicht beim HSV. Dies bekräftigte er noch mal auf der Mitgliederversammlung im Januar, als er sagte wir würden ja wissen, dass wir 2011 einen neuen Torhüter bräuchten.

Kurze Zeit später kolportierte Labbadia den Medien, dass Marcus Berg beim HSV keine Rolle mehr spiele. Und das wo er gerade erst seine erste Saison hier ist. Aber auch während der Spiele hat er es deutlich gezeigt, in dem er einen seit Monaten schlecht spielenden Petric dem jungen Schweden vorzog. Dem hat Labbadia die Krone aufgesetzt, als er Ruud van Nistelrooy in Gladbach vom Platz nahm, und den langzeitverletzten Guerrero ohne Spielpraxis und noch keine zwei Wochen im Mannschaftstraining dem Schweden vorzog.

Und dann wären wir ja schon beim nächsten Fall. Denn als er den oben gemeinten Wechsel machte, trat Labbadia wieder mal vor die Presse und demontierte van Nistelrooy öffentlich in der Presse. Er gab der Presse zu verstehen das van Nistelrooy die »Spritzigkeit« und »Laufbereitschaft« gefehlt habe. Eine schallende Ohrfeige für den Torjäger, doch Labbadia interessierte es nicht.

Mit Trochowski wird ein Exempel statuiert, so wird ihm immer wieder der grottenschlechte Torun vorgezogen, der aber nur drei von zehn Zweikämpfen gewinnt, Fehlpässe produziert und damit den Gegner zum Kontern einlädt. Trochowski sitzt währenddessen auf der Bank, und wirkt durch dieses Machtspielchen von Labbadia mehr als demotiviert und frustriert.

Danach demontiert er noch schnell den Mannschaftskapitän, und bringt für ihn einen Spieler aus der zweiten Mannschaft. So bringt man dann auch gestandene Spieler gegen sich auf. Aber wieder einmal interessiert es Labbadia nicht.

Und als wäre es langsam nicht genug, macht er munter weiter, und die Spieler wenden sich vom Trainer ab. Hat Labbadia doch es in einer Saison geschafft, aus einer harmonierenden Mannschaft eine demoralisierte und demotivierte Truppe zu formen wo nichts mehr harmoniert. Ständig stieß er Spielern vor den Kopf, egal welcher Spieler: Rost, Boateng, Trochowski, Berg, van Nistelrooy, Zé Roberto, Elia…

Aber es reicht einfach nicht… Man muss dann noch gesamte Mannschaftsgefüge zerreißen, damit dieser Antitrainer hier einen schönen Scherbenhaufen hinterlassen kann. Denn gestern las ich auf der Webseite von Frank Rost, dass er aus dem Mannschaftsrat zurückgetreten ist.

Der Grund: Rost hat mit einigen Mannschaftskameraden am Freitagabend ein Kinoabend organisiert. Gegen 22:40 Uhr waren die Spieler zurück im Grand Elysee Hotel. Labbadia sah darin eine »Undiszipliniertheit« und monierte das er nicht informiert wurde. Vielleicht wollte Labbadia ja auch nur mit ins Kino?

Fakt ist, das die Spieler vor der vorgegebenen Bettruhe wieder im Hotel waren. Ein Kinobesuch von Spielern selber organisiert ist für das Mannschaftsgefüge und das oft zitierte »WIR-GEFÜHL« definitiv besser als ein vom Trainerstab befohlener Besuch einer Kartbahn. Aber Labbadia merkt wie immer nichts. Der Mann ist Merkbefreit und gehört zum Arbeitsamt. Und das ganz schnell!

Nach diesem Fiasko in dieser Saison darf man sich natürlich auch gern die Frage stellen, ob Bernd Hoffmann noch Tragbar ist. Letztendlich hat Hoffmann doch von einem international Erfahrenen Trainer geredet, und uns diesen »Hosenscheißer« präsentiert. Und dann wird an ihm festgehalten bis das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen ist, sondern schon ersoffen ist! Das ganze kennen wir nur zu gut, als Doll viel zu spät entlassen wurde. Geschichte wiederholt sich, und es wurde nichts aus vergangenen Fehlern gelernt!

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9 Kommentare

  • By Matze_sagt, Montag, 19. April 2010 @ 18:16

    Ich bin mir fast sicher, dass die Nummer mit Bruno auf beiersdorfers Mist gewachsen ist. Hoffmann wollte doch Klopp, konnte sich aber nicht durchsetzen, oder?!?
    Matze

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  • By Johannes Bade, Montag, 19. April 2010 @ 18:35

    Moin Matze,
    ob dieser Trainer nun von Beiersdorfer oder von Hoffmann ausgesucht wurde wäre eine Spekulation, an der ich mich nicht beteiligen möchte.

    Fakt ist das Hoffmann immer davon sprach, einen internatioal erfahrenen Trainer zu beschaffen. Präsentiert wurde letztendlich Labbadia, der weder nationale, geschweige denn internationale Erfahrung hat. Meine geäußerte Kritik an Hoffmann geht daraus hervor, dass er nach wie vor seit Wochen wie die Katze um den heißen Brei schleicht, und nur weichgespülte Aussagen macht. Der Trainer macht nach und nach alles kaputt, bringt sich selbst, Spieler und Fans gegeneinander auf. Und Hoffmann hat nichts besseres zu tun als zuzugucken? Nein, so geht das nunmal nicht!

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  • By Björn, Montag, 19. April 2010 @ 21:24

    guter bericht ! habe allerdings gelesen, das angebl. nicht alle spieler vom kino besuch wussten. was ist da los? und hoffmann geht mir seit mehr als 2 jahren auf den sack ! das ergebniss sehen wir ja. didi weg…und seit dem ?
    nix ! wenn wir am ende mit leeren händen dastehen, wundert es mich nicht, denn so kanns ja nüscht werden. obwohl die hoffnung bekanntlich zu letzt stirbt…

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  • By Fettauge, Montag, 19. April 2010 @ 21:25

    In Deiner Liste der Labbadia-Böcke fehlt auch noch die so dämlich wie überflüssige Wasserstandsmeldung zum Boateng-Vertragspoker gegenüber Pressevertretern.
    Ansonsten kann ich das alles so unterschreiben. Auch Hoffmann braucht endlich spürbaren Gegenwind – egal wer nun treibende Kraft bei der Trainerverpflichtung war.

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  • By CrazyChemist, Montag, 19. April 2010 @ 22:23

    Sehr schöne Zusammenstellung. Kann ich fast komplett unterschreiben. Einzig: An Doll wurde damals so lange festgehalten, weil Beiersdorfer das wollte. Hoffmann wollte ihn schon vor Weihnachten gefeuert haben.

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  • By emkei, Dienstag, 20. April 2010 @ 10:03

    Boateng hat man verjagt indem man Rozenhal auf seiner position spielen ließ.

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  • By Hmm, Dienstag, 20. April 2010 @ 15:31

    OMG !
    Last doch mal einen Trainer länger als 1 Jahr seine Arbeit machen und scheisst mal auf Tabellenplätze! Werder Bremen macht es schon seit Jahren richtig und wir ?

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  • By Johannes Bade, Dienstag, 20. April 2010 @ 15:57

    Warum gehst Du dann nicht zu Werder Bremen, wenn die alles so richtig machen?

    Thomas Schaaf hat Werder von dem Abstieg gerettet und direkt im Anschluß den DFB-Pokal geholt. Vorher hat er die Amateure von Werder trainiert. Das kann man jetzt garnicht mehr vergleichen, denn wir stehen deutlich schlechter da wie es sein sollte. Labbadia hat uns ins Mittelfeld geführt. Quasi von oben nach unten!

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  • By Data Vicstroem, Mittwoch, 21. April 2010 @ 00:03

    An einem Trainer kann man dann festhalten, wenn seine Arbeit es rechtfertigt. Wo kommen wir bitte hin, wenn man Kontinuität zum Selbstweck erklärt. Kontinuität ist die logische Konsequenz von Erfolg und nicht umgekehrt. Das belegen im Übrigen auch alle anderen Beispiele, trifft auch auf den gerne genommenen Verweis auf Werder/Schaaf zu. Also hört bitte Kopf einschalten und mit dem Kontinuitäts-Geplärre aufhören. Danke.

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