Man Leute was ist nur wieder los. Manfred Ertel hat in seinem PRIVATEN Account bei Facebook einen zu tausendfachen geteilten Witz weitergeteilt. Dabei ging es auf ironische Weise um den Steuerbetrug von Uli Hoeneß. Nun wird ein riesiger Ballon aufgeblasen wie Manfred Ertel sich als Aufsichtsratsvorsitzender zu so etwas hinreißen lassen könne. Ernst Otto Rieckhoff forderte sogar über die Boulevardpresse den Rücktritt von Ertel.

Als aller erstes finde ich dieses Nachtreten von Rieckhoff ziemlich erbärmlich. Nachdem sein Vorschlag für eine Verkleinerung des Aufsichtsrates bei der Mitgliedschaft kein Gehör fand, trat er trotzig wie ein kleines Kind seinen Posten im Aufsichtsrat ab. Und wenn er schon kein Gehör findet sollen es andere schließlich auch nicht?

Auch wenn Manfred Ertel (welcher von einigen auch abschätzig und respektlos RTL genannt wird) Vorsitzender im Aufsichtsrat unseres Vereins sitzt, so hat Manfred Ertel auch noch ein Privatleben. Und im Privatleben kann er posten was er will. Solange er nicht diese Ironie und den Sarkasmus in seiner Amtsausübung tätigt, ist alles im reinen.

Man muss differenzieren was Aufsichtsratsvorsitzender Ertel in seiner Amtsausübung sagt, und was er privat macht. Wer das nicht kann, der tut mir leid.

Erstaunlich wie angeblich der FC Bayern München sich jetzt doch einmischen will. Hat man seitens des Münchener Vereins nicht verlauten lassen, dass die Ermittlungen und allem drum herum nicht Probleme des Vereine sind und man sich raus halten wolle? Und jetzt auf einmal doch? Wie scheinheilig ist das bitte?

Uli Hoeneß der selbst einmal sich abwertend gegenüber Steuerbetrüger äußerte ist nun selbst ein Steuerbetrüger. Ob er bereits verurteilt wurde oder nicht, er hat sich selbst angezeigt und den Steuerbetrug „reumütig“ gestanden. Es bestehen also keine Zweifel mehr dass er ein Verbrecher ist. Denn Steuerhinterziehung ist und bleibt ein Verbrechen.

Dann gibt der Uli Hoeneß ein Interview in dem er klagt wie schlecht es ihm gehe, das er kaum schlafen kann und so weiter. Sollen wir jetzt alle Mitleid haben? Mea Culpa, ich habe es nicht gewusst das ich jetzt Mitleid haben muss.

Ach ja der letzte Satz war ironisch gemeint. Nein, ich habe kein Mitleid. Und das völlig fernab vom Fußball. Ich hab auch kein Mitleid mit einem Christian Wullf oder mit irgendeinem anderem der sich an der Gesellschaft bereichert, immer den braven Max spielt und hinterher am jammern ist wie schlecht es ihm doch gehe. Er selber hat sich wohlwissend selber in die Position gebracht. Und schlimmer noch, er rannte all die Jahre mit erhobenem Zeigefinger durch das Land und geißelte alle die eben genau das gemacht haben, was auch er gemacht hat. Pfui, solche eine Doppelmoral ist ehrlich widerlich!

Dann dieses scheinheilige Geheule der Leute man solle den ach so armen Uli Hoeneß nicht vorverurteilen. Aber vermeintliche andere Verbrecher deren Schuld nicht mal ansatzweise nachgewiesen ist, die darf man vorverurteilen? Ist noch nie passiert? Ach ich erinnere mich als die Polizei und die Bild ein Foto eines vermeintlichen Täters im Internet veröffentlichte. Dort begann eine regelrechte Hetzjagd auf diese Person. Und kurz danach stellte sich heraus das es gar nicht der Täter war. Weder die „liebenswürdige“ Polizei noch die Bild hat sich bei der Person entschuldigt. Pfui, solch eine Doppelmoral und Scheinheiligkeit widert mich an!

Wie ihr alle immer schnell auf gefällt mir klickt wenn die NPD wieder Todesstrafen für Kinderschänder fordert. Auch eine Art der Doppelmoral. Wie viele Menschen werden verdächtigt Kinder sexuell missbraucht zu haben. Sie werden eingesperrt und bei vielen kommt im Nachhinein heraus das die Tatvorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen. Wenn es nach den vielen „Gefällt-mir-klickern“ geht, dann wären diese Menschen wohl schon alle hingerichtet.

Aber bei einem Prominenten der den Staat um mehrere Millionen geprellt hat, da soll man doch bitte keine Vorverurteilungen machen? Merkt ihr eigentlich noch etwas? Der Mann hat es ZUGEGEBEN es getan zu haben. Es handelt sich hierbei nicht um einen kleinen Bauarbeiter der 500 EUR am Staat vorbeigeschleust hat. Es handelt sich hier um eine mindestens siebenstellige Summe. Geld das der Staat durchaus in Bildung und Soziales investieren könnte.

Es darf keinen Promibonus geben. Wenn ein Empfänger von Arbeitslosengeld II nicht rechtzeitig seinen Nebenjob anmeldet, dann drohen drakonische Strafen welche die Existenz gefährden. Und ein Promi soll aus der Portokasse mal eine Geldstrafe zahlen? Nein, das ist nicht gerecht. Und wir schreien doch immerzu nach Steuergerechtigkeit. Und jetzt auf einmal wird gekniffen? Tut mir leid, ich wiederhole mich hier aber gerne: „Eure Scheinheiligkeit widert mich einfach nur an!“

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Von: Johannes Bade

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